Analyse von Asbest in Asbestschnur | © CRB Analyse Service GmbH

Asbest-Test von Schnüren

  • Verwendung, Produkte: hitzebeständige Dichtung in Kaminklappen und Revisionsklappen oder als Auflagedichtung, Emissionsschutz
  • Asbestart(en): Chrysotil, Krokydolith; Asbestgehalt: in der Regel bis zu 100 % einer Asbestsorte

Sie reparieren eine alte Anlage, einen Kaminabzug oder Ofen? Dann könnten Sie mit Asbestschnur in Kontakt kommen. Durch den hohen Asbestgehalt ist das Material extrem hitzebeständig und wurde daher oft verbaut. Leider sind die gefährlichen Asbestfasern in diesen Dichtschnüren nur schwach gebunden, besonders wenn das Material nach langer Nutzung spröde geworden ist. Schutz ist hier besonders wichtig. 

Wenn Sie sicher sein möchten, ob das von Ihnen bearbeitete Material Asbest enthält, hilft unser Test weiter. 

Unsere Leistungen für Sie

Kosten für den Asbest-Test von Schnüren

Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 für 62,00 € netto (73,78 € brutto).

Häufig gestellte Fragen zu Asbest-Schnüren

Was ist Asbest-Schnur?

Asbest-Schnüre werden in der Regel als Dichtungen genutzt, um das Entweichen von Hitze zu unterbinden. Es gibt sie in verschiedensten Dicken und Ausführungen. Sie sind sehr flexibel und können damit optimal in Ecken und Rundungen eingepasst werden.

Asbest-Schnur wurde bis etwa 1990 genutzt, da das Material Asbest kurz darauf im Jahr 1993 verboten wurde.

Analyse von Asbest in Asbestschnur | © CRB Analyse Service GmbH

Wo wird Asbestschnur verwendet?

Asbestschnüre sind hitzebeständig und feuerfest. Darum findet man sie v.a.

  • in Öfen, an Ofentüren oder Ofenklappen,
  • an Kaminen oder evtl. darin verbauten Klappen,
  • an Kaminrohren
  • oder sogar Auspuffrohren.

Ist Asbest-Schnur gefährlich?

Asbest-Schnüre gehören zu den sog. schwach gebundenen Asbestprodukten. Die Asbestfasern lösen sich leicht: Kleine Schäden, Schürfungen oder Erschütterungen genügen, um Millionen von Asbestfasern aus dem Material zu lösen. Die scharfkantigen Fasern sind für das Auge nicht sichtbar, werden leicht eingeatmet oder geschluckt und können vom Körper nicht abgebaut werden. Lagern sie sich in Lunge, Magen oder Darm ab, können sie noch viele Jahre später Erkrankungen hervorrufen. Die Asbestose ist die bekannteste dieser Krankheiten, aber auch Krebs an Magen oder Darm werden mit Asbest in Verbindung gebracht. Sie sollten das Gesundheitsrisiko durch Asbestschnüre also ernst nehmen.

Wie entsorgt man Asbest-Schnur?

Auch für die Entsorgung von Asbest-Schnur gelten die gesetzlichen Vorschriften der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die Technische Regel für Gefahrstoffe 519 für den Umgang mit Asbest (TRGS 519).

  • Bei den Abbauarbeiten ist Schutzkleidung zu tragen: Schutzanzug, Atemschutz, Handschuhe, Brille und Arbeitsschuhe.
  • Staubentwicklung muss unbedingt verhindert werden. Darum muss das Produkt mit einem Bindemittel befeuchtet werden.   
  • Asbest-Produkte müssen staubdicht in sog. Big-Bags oder reißfesten Spezialfolien verpackt sein, bevor sie transportiert werden. Es gibt auch Container, die sicher verschlossen werden können.
  • Asbestprodukte dürfen auf keinen Fall im Hausmüll oder als Sperrmüll entsorgt werden, sie sind Sondermüll. Fachfirmen wissen, bei welchen Deponien dies möglich ist.
  • Achtung: Sogar für den Transport von verpackten Asbestprodukten gelten Sonderregelungen: Transportgenehmigung, Entsorgungsnachweis und Abfallbegleitschein sind erforderlich. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht als gefährlicher Sondermüll.

Sie sollten also ein nach TRGS 519 zertifiziertes Fachunternehmen mit der Entsorgung beauftragen.

Woran erkenne ich Asbest-Schnur?

Asbestschnur ist optisch nicht von anderen Dichtschnüren zu unterscheiden. Darum ist das Baujahr bzw. Sanierungsjahr der einzige Anhaltspunkt, den Sie nutzen können. Asbest wurde 1993 verboten, die Asbestprodukte wurden zu dieser Zeit vom Markt genommen. Bei allen Immobilien, Öfen, Kaminen oder sogar Elektrogeräten, die vorher gebaut wurden, sollten Sie vorsichtshalber Asbest in den Bauteilen annehmen.   

Hier können moderne Testverfahren helfen, die Gefahr besser einzuordnen. Denn diese Testverfahren sind auch für Heimanwender entwickelt worden und können mit wenig Aufwand für Klarheit sorgen.

Identifizierung von Asbest in Schnur über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren

Identifizierung von Asbest in Schnur über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren

REM-Bild Chrysotil-Asbest in Asbestschnur | © CRB Analyse Service GmbH

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Chrysotil - Asbest

EDX-Spektrum Chrysotil-Asbest in Asbestpappe | © CRB Analyse Service GmbH

Energiedispersives Elementspektrum von Chrysotil - Asbest

CRB GmbH | Frau Dr. Benner am Rasterelektronenmikrokop | © CRB Analyse Service GmbH

Frau Dr. Benner bei der Untersuchung von Asbestproben am Rasterelektronenmikroskop

Icon für die Analyse auf WHO-Fasern mit dem Rasterelektronenmikroskop als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 | © CRB Analyse Service GmbH
ProbenArten
Im Standard untersuchen wir Gewebe als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5.
Es stehen Ihnen weitere Probenarten, wie etwa Staubproben zur Verfügung.

Eine Übersicht verschiedener Probenarten finden Sie hier.
Icon als Hinweis für die Preise der  Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 und weitere | © CRB Analyse Service GmbH
Preise
Die Untersuchung als Materialprobe
gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5
eines ca. münzgroßen Materialstücks kostet
62,00 € netto (73,78 € brutto).

 Weitere Preise finden Sie in unserer Preisliste.
 
Icon als Hinweis für Informationen zum Probenversand mit Schritt-für-Schritt-Anleitung | © CRB Analyse Service GmbH
Probenversand
Proben müssen vorsichtig entnommen, einzeln verpackt und für unser Labor gut identifizierbar mit der Bestellnummer des jeweiligen Materials beschriftet sein.
 
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Video hilft Ihnen dabei.